Naturpark Monts d’Ardèche

Die französische Region Ardèche verzaubert ihre Besucher mit vielen spektakulären Naturdenkmälern. Die Gebirgslandschaften im östlichen Zentralmassiv sind im regionalen Naturpark Monts d’Ardèche zusammengefasst. Der 2001 eröffnete Naturpark verfügt über eine Fläche von ca. 180.000 Hektar und zeichnet sich durch viele abwechslungsreiche landschaftliche Strukturen aus. Die Ortschaften Privas, Aubenas, Saint-Argève, Les Vans, Lamastre und Vernoux-en-Vivarias liegen am Rande des Parks und bilden die Zugangsorte.

Landschaften im Naturpark Monts d’Ardèche

Der Naturpark Monts d’Ardèche zeichnet sich durch abwechslungsreiche Gebirgslandschaften aus, die durch zahlreiche gut ausgebaute Wanderwege für die Besucher erschlossen sind. Der Gebirgszug am östlichen Rand des Zentralmassivs verfügt über eine Fülle unterschiedlicher Landschaftszonen, die sich in Höhenlagen zwischen 170 und 1.753 Metern befinden.

Die nördlichen Landschaften des Naturparks Monts d’Ardèche

die nördliche Ardèche

die nördliche Ardèche (© delmo07 – Fotolia.com)

Zwischen Privas und Saint-Agrève liegt im Norden des Parks die Region der Boutières. Dieses Gebiet ist von Abhängen und Schluchten geprägt, die vom Eyrieux und seinen Nebenflüssen durchzogen werden. Seit langem werden in der Boutières auf steilen Terrassen Edelkastanien gezüchtet. So wird das Landschaftsbild von den Steinmauern geprägt, die um die Terrassen errichtet wurden. Im Nordwesten schließt sich das Plateau von Vernoux an, das eine Enklave in der Boutières darstellt. Das Hochplateau erhebt sich 500 Meter über das Tal des Eyrieux, wodurch eine schöne Aussicht über den Naturpark Monts d’Ardèche eröffnet. Ansonsten zeichnet sich das Plateau von Vernoux durch Wälder, sanfte Hügel und Weideflächen aus. Der Nordwesten des Naturparks wird von dem Gebiet der Sucs eingenommen. Im Gegensatz zu den Boutières sind die Sucs durch eine vulkanische Landschaft geprägt. Charakteristisch für das Gebiet sind die kleinen Vulkankegel, die dem Zuckerhut gleichen.

Lac d'Issarlès - Mont Méze

Lac d’Issarlès – Mont Méze (© John Maldoror – Fotolia.com)

In den Sucs liegt mit dem Mont Mézenc auch der höchste Berg des Naturparks. Zum Wandern und Bergsteigen laden aber auch der Suc de Montivernoux, der Taupernas und der Mont Gerbier-de-Jonc ein. Inmitten dieser recht ursprünglichen Berglandschaft entspringt die Loire. Außerdem kann man hier eine reichhaltige Flora und Fauna entdecken.

Landschaften im Zentrum und im Süden des Naturparks Monts d’Ardèche

Die Haute Cévenne liegt im Zentrum des Naturparks Monts d’Ardèche. Auch in dieser Region trifft man auf eine spektakuläre Vulkanlandschaft mit Kratern, Vulkankegeln und Maaren. Darüber hinaus ist die Haute Cévenne durch die Flüsse Volane, Sandron und Bézorgues geprägt, die im Tal in die Ardèche münden.


Col de la Chavade auf einer größeren Karte anzeigen

Beim Col de la Chavade kann man die Quelle der Ardèche aufsuchen. Im Südwesten des Naturparks befindet sich die Landschaft Cévenne Méridonale. Es handelt sich um eine typische Mittelgebirgslandschaft, deren Mittelpunkt vom imposanten Tanarguemassiv gebildet wird. Die zerklüftete Landschaft der Cévenne Méridonale erstreckt sich zwischen dem Sommet de Mejan und dem Département Lozère. Besonders sehenswert sind hier die kleinen Dörfer, die sich an die Berghänge schmiegen. Der berühmteste Ort ist Laurent-les-Bains mit seinen Thermalquellen. In südlicher Richtung geht die Cévenne Méridonale in eine mediterrane Landschaft mit Oliven- und Kastanienbäumen über. Poémont Cévenol ist die südöstliche Landschaft des Naturparks. Sie umfasst einen schmalen Streifen zwischen Les Vans und Aubenas. Hier trifft man auf eine mediterrane Landschaft, in der Weinbau betrieben wird. Bei Les Vans gibt es außerdem Olivenpflanzungen. Im Poémont Cévenol fließen mit Drobie und Beaume zwei Flüsse, die sich hervorragend für Wildwassersportarten eignen.