Reiterreisen in der Provence und Camargue

Reiter in Südfrankreich, Camargue

Reiter in Südfrankreich, Camargue (© PHB.cz – Fotolia.com)

Die Provence – allein der Klang des Namens beschwört Urlaubsgefühle herauf. Man sieht unwillkürlich azurblaues Meer, feinsandige Strände, faszinierende Landschaft, schwarze Stiere und weiße Pferde vor dem geistigen Auge. Die Provence und die Camargue – das sind Begriffe, die Reiterherzen höher schlagen lassen. Hier locken Weite und unberührte Natur, hier werden Reiterträume wahr. Glücklicherweise findet der ambitionierte Reiter ein ausgesprochen facettenreiches Angebot vor und kann aus einer breiten Palette wählen.

Wer die Wahl hat…

…sollte zunächst sein eigenes Können kritisch prüfen. Erst dann kann er ein passendes Angebot finden. Wer sich selbst in Sachen reiterliches Können überschätzt, kommt schnell an seine Grenzen. Reitbetriebe, die sich ihrer Verantwortung ihren Gästen und ihren Tieren gegenüber bewusst sind, bemühen sich, die Teilnehmer für die großen Ausritte und Touren ihren Kenntnissen entsprechend einzuteilen. Für Neulinge, die noch wenig Erfahrung haben, wird Reitunterricht in Theorie und Praxis angeboten. Es stehen daher auch kürzere Ausritte auf dem Programm, die Sattelfesten dagegen können sogar an mehrtägigen Trails teilnehmen, wobei sie die Besonderheiten der Camargue-Reitweise kennenlernen. Diese Arbeitsreitweise hat sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und basiert auf Leichtigkeit, Kommunikation und Vertrauen.

Zwischen Stieren und Flamingos

Eine besonders schöne Route bietet der Camargue-Trail, der in 5 Reittagen über eine Strecke von rund 130 Kilometern durch das herrlichste Gelände führt. Man rechnet mit Reitzeiten von etwa 5 bis 6 Stunden täglich, sodass erholsame Pausen gemacht werden können. Der Trail führt über die südliche Flanke des Luberons nach Mérindol, von dort aus durchstreifen die Reiter am nächsten Tag das lieblich duftende Tal der Durance. Nach einem Transfer geht es von Albaron weiter über die Alpillen, wo sich idyllische, schmale Wege durch Föhrenwälder schlängeln. Hier bietet sich grandiose Fernsicht. In Baux de Provence kann man eine Reitpause einlegen und an einer Stadtbesichtigung teilnehmen. Endlich erreicht man das Tor zur Camargue, Le Paty. Die Strecke führt entlang des Etang de Vacarés und bietet Gelegenheit, Graureiher, Scharen von rosafarbenen Flamingos, die berühmten Camargue-Stiere und die frei lebenden weißen Pferde zu beobachten. Diese Landschaft ist unvergleichlich, sie erinnert an die ersten Schöpfungstage. Eine atemberaubende Komposition aus karger Erde, Wasser, Sonne und Luft. Bei der Übernachtung in Saintes-Maries werden die Reiter mit der legendären provenzalischen Küche verwöhnt. Am letzten Tag führt der Trail durch einsame Sumpflandschaften zu einer Picknickstelle am Strand, wo man zum Abschluss einer unvergleichlichen Tour einen wunderbaren Strandgalopp machen kann.

Urlaub im Ferienhaus in der Provence

Man muss sich allerdings nicht zwingend einer solchen geführten Tour anschließen, um unvergessliche Abenteuer im Sattel zu erleben. Es ist auch möglich, in einem bezaubernden Ferienhaus zu wohnen und an sogenannten Sternritten teilnehmen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Tagesritte in ausgesprochen reizvollem Gelände. Der Aufenthalt im Ferienhaus bietet den Vorteil, die herrlichen Spezialitäten der landestypischen Küche nachkochen zu können. Wichtigster Bestandteil der provenzalischen Küche sind neben Fischen und Meeresfrüchten diverse Kräutlein, die in Verbindung mit dem frischen Gemüse der Region unvergleichliche Gaumenfreuden hervorbringen. Beliebt sind auch alle Arten von Geflügel, Fleisch wird weniger verzehrt. Die Küche ist leicht und die ausgezeichneten Weine runden den Geschmack ab.

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